Welt in Unordnung - gerechter Friede im Blick?
Die Friedensdenkschrift der EKD
Anspruchsvoll war das Vorhaben der Evangelischen Kirche in Deutschland, mitten in aufwühlenden Zeiten die eigene Sicht auf Frieden zu aktualisieren. Herausgekommen ist eine Friedensdenkschrift, die sich deutlich auf die aktuellen Herausforderungen bezieht, das Dilemma nicht scheut und explizit zur Gewissensbildung, aber nicht zur Gewissensbindung verhelfen will. Damit einher geht eine Friedensethik, die weiterhin an der Friedensverheißung des Evangeliums festhält, diese aber vor dem Hintergrund aktueller Kriege, Fragen nach Gerechtigkeit und Auseinandersetzungen im analogen wie im digitalen Raum beleuchtet. Dies hat für Zustimmung gesorgt, aber auch Kritik hervorgerufen. Was also ist gemeint mit "gerechtem Frieden" in einer "Welt in Unordnung"? Und welche Folgen hat diese Sicht?
Neben einer Einführung in die Grundlinien der Friedensdenkschrift sowie einem Blick aus den Konsequenzen, die sich daraus für aktuelle Herausforderungen ergeben, gilt es auch, auf Rezeption, Zustimmung und Kritik an der Schrift zu thematisieren. Daraus ergeben sich Perspektiven für weiteres Nachdenken - und für eine vertiefte Gewissensbildung.

